Roland Düringer

31. Oktober 2013 um 20:00 Uhr im Kulturzentrum St. Leonhard b. Fr.

 

Roland Düringer - Ich Einleben

Da sitzt so ein menschliches Wesen auf einem Stein und beobachtet die vorbeiziehenden Wolken. Mehr hat es nicht zu tun. Weil es eben jetzt, in diesem Moment, seine Bestimmung ist, auf einem Stein zu sitzen und vorbeiziehende Wolken zu beobachten. Und dafür braucht es nichts. Nicht einmal einen Namen und auch kein „Ich“.

Abertausende Jahre später ziehen noch immer Wolken am Himmel vorbei und der Stein ist noch immer der Selbe. Aber er ist leer, denn das menschliche Wesen hat jetzt einen Namen, und sein „Ich“ ist gerade auf der Suche – nach seiner Bestimmung. Und diese findet man bekanntlich nicht, indem man blöd auf Steinen herumsitzt. Diese sucht man heutzutage in der Zukunft. Dort, wo ja alles einmal besser wird.

Wenn dieses menschliche Wesen keine Mühen, Entbehrungen und Kämpfe scheut, wird es eines Tages mit ein wenig Glück und Fügung seine Bestimmung gefunden haben. Es wird dann auf einem Stein sitzen und die vorbeiziehenden Wolken beobachten. Weil es eben jetzt seine Bestimmung ist, auf einem Stein zu sitzen und vorbeiziehende Wolken zu beobachten. Und „Ich“ wird vergessen, dass es einen Namen hat. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Manchmal dauert er EINLEBEN lang.

EINLEBEN kann andererseits auch in zirka 100 Minuten vorbei sein. Vorausgesetzt, man krümmt Zeit und Raum. Das werde ich gerne für Sie tun. Sprechen wir gemeinsam über EINLEBEN. Das heißt, ich spreche und Sie hören zu, es sei denn, Sie werden von mir zum Sprechen aufgefordert. Schließlich sind Sie ja nicht im Kasperltheater, sondern befinden sich in einem Programm mit dem Titel „ ICH EINLEBEN“. Nicht MEINLEBEN und auch nicht IHRLEBEN sondern EINLEBEN.

31. Oktober 2013 ab 23:00 Uhr im Kulturzentrum St. Leonhard b. Fr.:

Aus der Warte des Publikums ergibt sich bei SCOMBO folgendes Bild: links eine Schlägerin, die nicht nur die Geige, sondern auch ihren Gesang mal gefühlvoll, mal kraftvoll einsetzt, in der Mitte der erste Sandler, der mal begleitend mit Gitarre, mal an der Ukulele seine Gedanken zu dem Song, den er gerade singt, ausdrucksstark rüberbringt und rechts der zweite Sandler, der die Gitarre sowie seinen Gesang beisteuert und als vorerst Erster in dieser Runde das Publikum nicht vor Eigenkompositionen verschont. In Summe ergibt dies S(S steht für Schlag/Sandl)COMBO, letzteres ein unmittelbarer Verweis auf eine legendäre Begleitband des Dr. Kurt Ostbahn, womit auch schon geklärt ist, dass neben der vermeintlich unverbindlichen Unterhaltung auch die sozialkritische Dimension bzw. das Gefühl der gespielten Lieder nicht zu kurz kommen sollen.

Diese Band ist ECHT SUPER, die BLUME der SOCIETY, der DURSCHT hindert sie zwar manchmal fast am Erklimmen des BERG, der noch dazu von einer allzu intensiven HARD SUN beschienen wird, aber alles in allem LÄSST SIE ihr gemeinsames Schaffen doch immer wieder DIE SUN AUFGEH'N SEH'N, ohne dabei KALT UND KÄLTER zu werden. JÖ SCHAU, da formiert sich eine Energie, die der NOBA von nebenan ebenso mag wie die Leute außerhalb von Schlag und Sandl. Wer will da schon HEIMGEHEN? Eher gilt: HEIT SAUF I MI AU, HEIT RAUCH I MI EI.

Hit me SCOMBO one more time ...